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Cromoglycinsäure, Nedocromil - Natrium

Besonders schonend und nebenwirkungsarm sind Mittel, die die Wirkstoffe Cromoglicinsäure bzw. Nedocromil-Natrium enthalten. Das Medikament verhindert nach dem Pollenkontakt die Freisetzung allergieauslösender Substanzen (z.B. Histamin) und wirkt auch einer Entzündung der Schleimhäute entgegen. Wird rechtzeitig vor der Allergiesaison mit der Behandlung begonnen, können durch die regelmäßige Anwendung von Nasenspray, Augentropfen oder Dosieraerosolen die Allergiebeschwerden oft gut unter Kontrolle gehalten werden.

Die Nebenwirkungen dieses Präparates sind gering. Wegen der kurzen Wirkungsdauer muss das Mittel allerdings bis zu sechsmal täglich angewendet werden. Die Wirkstoffe sind vor allem vorbeugend wirksam. Bei akuten Beschwerden oder einem Asthmaanfall sind sie wirkungslos.


Gefäßverengende Nasensprys und Augentropfen

Alle Nasensprays können nur wirken, wenn Sie auch dorthin gelangen, wo sie wirken sollen. Oft ist es deshalb notwendig, zuerst die zugeschwollene Nase mit schleimhautabschwellenden Nasensprays (Olynth, Otriven) frei zu machen. Die Anwendung dieser abschwellenden Nasentropfen sollte allerdings auf einige Tage beschränkt bleiben, da sich hier schnell eine Gewöhnung einstellen kann und auf Dauer die Nasenschleimhaut geschädigt wird.
Bei der allergischen Bindehautentzündung bessern so genannte „gefäßaktive“ Substanzen Rötung und Fremdkörpergefühl sehr rasch. Zu beachten ist allerdings, dass während der Behandlung mit den verschiedenen Augentropfen Kontaktlinsen meist nicht getragen werden dürfen.


Bronchienerweiternde Wirkstoffe 

Gegen asthmatische Beschwerden können auch so genannte „Sympathomimetika“ eingesetzt werden. Diese erweitern die Ästen der Luftwege (Bronchien) und wirken krampflösend. Bei einem Asthmaanfall bringen die nur kurz wirksamen Präparate (Salbutamol, Terbutalin) schnelle Besserung. Bronchienerweiternde Mittel mit langer Wirkungsdauer (Formoterol, Salmeterol) sind für den akuten Asthmaanfall nicht geeignet, da ihre Wirkung zu spät einsetzt. Sie werden vor allem zur Vorbeugung nächtlicher Asthmaanfälle eingesetzt, sie wirken etwa 8 bis 12 Stunden lang. Nach neueren Empfehlungen sollten die langwirkenden Sympathomimetika erst eingesetzt werden, wenn die Wirkung von kortisonhaltigen Sprays nicht mehr ausreicht.


Kortisonpräparate

Wirksamer als Cromoglycinsäure oder Anthistaminika sind kortisonhaltige Nasensprays oder Dosieraerosole. Vorteil: Sie müssen nur ein- bis zweimal täglich angewendet werden. Allerdings dauert es auch hier ein paar Tage, bis die volle Wirksamkeit erreicht ist. Vor allem bei Neigung zu Nasenpolypen sollte ein kortisonhaltiges Nasenspray verwendet werden. Kleine Polypen können dadurch meist zum Schrumpfen gebracht werden, große Nasenpolypen müssen allerdings meist operativ entfernt werden. Selbst bei längerer Anwendung sind die Nebenwirkungen relativ gering.
Auch wenn die allergische Bindehautentzündung manchmal extrem unangenehm sein kann, so handelt es sich doch meist um eine harmlose Erkrankung. Kortisonhaltige Tropfen oder Salben sollten deshalb nicht zur Behandlung dieser Beschwerden eingesetzt werden. Kortison kann im Bereich der Augen unter anderem zu einer Linsentrübung, zu einer Erhöhung des Augeninnendrucks oder zu Infekten führen.
Zur Behandlung von Neurodermitis und Hautekzemen kann vorübergehend auch eine kortisonhaltige Salbe angewendet werden. Bei langfristiger und hochdosierter Anwendung können die Kortisonsalben aber zu Hautschäden führen. Die Vermeidung des Allergieauslösers sollte aber in jedem Fall Vorrang haben.
 

 

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