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Die Zahl an Allergien Erkrankter hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Spitzenreiter ist die Hausstaubmilben-Allergie. „Wenn Heuschnupfen ähnliche Symptome wie Niesanfälle, Augentränen und -jucken, Husten oder sogar Atemnot und allergisches Asthma das ganze Jahr über auftreten, deutet dies auf eine Hausstaubmilben-Allergie hin,“ so Professor Dr. Peter Elsner von der Klinik für Hautkrankheiten, Jena.
Wer annimmt, Hausstaubmilben hätten etwas mit Unsauberkeit zu tun, der irrt: Sie sind ganz natürliche Mitbewohner in jedem Haushalt. Die Hausstaubmilben ernähren sich hauptsächlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen sowie Schimmelpilzen. Allein die ein bis zwei Gramm Hautschuppen, die der Mensch täglich verliert, sorgen für den Erhalt von rund 1,5 Millionen Hausstaubmilben. Im Laufe ihres längstens vier Monate langen Lebens produziert eine Milbe etwa das 200-fache ihres Gewichtes an Exkrementen. Diese trocknen aus, zerfallen und verbinden sich mit dem Hausstaub. Auf diesem Weg gelangen die Ausscheidungen der Hausstaubmilben mit jedem Atemzug in den menschlichen Körper und verursachen dadurch die Allergie. L E B E N S R A U M D E R M I L B E N Bei einer Temperatur von 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von rund 70 Prozent fühlen sich die kleinen Spinnentiere am wohlsten. Diese Bedingungen finden sie vor allem in Bettmatratzen, wo sie sich vorzugsweise aufhalten. Aber auch textile Polstermöbel, Teppiche und Teppichböden bieten Milbenpopulationen einen optimalen Lebensraum. „Trotzdem gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, die Allergiker oder Risikopatienten berücksichtigen können,“ so der Allergie-Experte Professor Dr. Peter Elsner von der Klinik für Hautkrankheiten, Jena. Dazu gehören beispielsweise das regelmäßige Waschen des Bettzeugs bei 60 Grad Celsius. Ebenso wirkungsvoll ist es, nicht waschbare oder „verdächtige“ Gegenstände wie Plüschtiere bei minus 20 Grad Celsius für mindestens einen Tag im Gefrierschrank aufzubewahren. S E R V I C E V O M H A U T A R Z T Viele Hautärzte haben zusätzlich eine Ausbildung zum Allergologen. Sie behandeln nicht nur bereits Betroffene, sie beraten auch gerne im Vorfeld. Dazu gehören wichtige Tipps sowohl für die täglichen Belange wie spezielle Reinigungsmittel und –methoden, hygienische Verhaltensweisen oder auch die Empfehlung von Urlaubszielen. Darüber hinaus gehen sie auf individuelle Fragen und Bedürfnisse ein, die der Vorbeugung oder Linderung der sich immer weiter ausbreitenden Hausstaubmilben-Allergie dienen. Je früher die Allergie behandelt wird, um so besser. Weitere Informationen www.uptoderm.de www.derma.de |